06.12.2017 11:31 Alter: 346 days
Kategorie: Steuern

Schwarze Liste der EU-Kommission – 17 Staaten als Steueroasen angeprangert

Die Europäische Union hat 17 Länder auf die Schwarze Liste der Steueroasen gesetzt, dazu zählen Panama, Guam, Barbados, Palau, St. Lucia, Macao, Tunesien, Trinidad und Tobago, Korea, Namibia, Samoa, Vereinigte Emirate, Marshall Islands, American Samoa, Bahrain und die Mongolei.

Diese Staaten und Gebiete täten aus EU-Sicht nicht genug, um Steuerflucht zu bekämpfen. Sie haben sich geweigert mit der EU zusammenzuarbeiten und ihr Vorgehen nicht geändert, obwohl die EU mit ihnen über eine Zusammenarbeit verhandelt hat.

40 weitere Länder, die aber in den Dialog mit der EU eingetreten sind,  konnten sich einen Platz auf der Schwarzen Liste ersparen und befinden sich jetzt auf einer Grauen Liste. Sie werden nun von der EU genau beobachtet.

Sanktionen gibt es vorerst keine. Ziel der Liste ist es, bisherige Steueroasen durch das öffentliche Anprangern zu Gesetzesänderungen beziehungsweise mehr Steuertransparenz zu bewegen. Im Vorfeld haben sich einige Staaten  zur Zusammenarbeit bereit erklärt, um nicht auf die Schwarze Liste zu gelangen.

EU-Mitgliedsstaaten befinden sich nicht auf der Schwarzen Liste, auch wenn einzelne Mitgliedstaaten als Oasen der Vermeidung von Unternehmenssteuern gelten, wie Luxemburg, die Niederlande, Irland, Malta und die Isle of Man, weil sie nur Drittstaaten erfasst. Die Finanzminister dieser Länder hatten sich strikt dagegen gewehrt, Mitgliedsstaaten auf die Schwarze Liste zu setzen. Sie führten zudem an, dass dies Europas Wettbewerbsfähigkeit schaden könnte.